Über uns
Ein Hof mit Geschichte – seit Generationen in Familienhand
Wir sind Ursula Weyrauch-Bardohl und Günter Bardohl. 1988 haben wir den Siefertshof von Ursulas Eltern übernommen – einen Waldhubenhof in Ober-Mossau, auf dem schon Ursulas Vorfahren gewirtschaftet haben. Auf rund 40 Hektar Wald, Wiesen und Weiden halten wir eine kleine Herde Limousin-Rinder, und seit Mitte der 70er Jahre gehören unsere beiden Ferienhäuser dazu. Schön, dass Sie uns kennenlernen möchten.
Der Siefertshof im Film
Unser Hof

Ein Waldhubenhof
Unser Betrieb ist ein Waldhubenhof. Die Waldhube oder Waldhufe ist eine Siedlungsform, die im Mittelalter aufkam: Entlang einer Straße wurde durch Rodung eine Hoflage angelegt, und hinter den Gebäuden erstrecken sich die dazugehörenden Grundstücke beiderseits der Straße die Hänge hinauf bis zum Waldrand.
Grünland und Limousin-Rinder
Der Hof ist rund 40 Hektar groß, davon 12 Hektar Wald und 27 Hektar Wiesen und Weiden. Schon 1965 haben wir auf reine Grünlandwirtschaft mit einer Mutterkuhherde umgestellt.
Heute leben bei uns etwa 20 Kühe mit ihren Kälbern und ein Bulle der französischen Fleischrinderrasse Limousin. Die Kälber bleiben bis Ende Oktober bei ihren Müttern und ernähren sich nur von deren Milch und später vom Gras der Weide.

Ein Jahr auf dem Hof

WINTER
Im Stall
Die Mutterkühe verbringen den Winter im Stall. Unsere kleinen Gäste helfen dann gern beim Füttern und beim Fegen des Futtertischs. Liegt Schnee, laden die Hänge zum Schlittenfahren ein.

FRÜHJAHR
Kälberzeit
Zwischen Februar und Mai kommen die Kälber im Stall zur Welt. Ende April oder Anfang Mai, sobald das Gras hoch genug steht, ist Weideauftrieb.

SOMMER
Auf der Weide
Bis Oktober bleibt die Herde draußen und zieht von Koppel zu Koppel. Wenn es Zeit für den Umtrieb ist, lassen unsere Kühe uns das wissen. Im Juni wird die Silage für den Winter gewonnen.

HERBST
Weideabtrieb
Im Oktober wird die Herde getrennt: Die Jungtiere werden verkauft, einige weibliche bleiben für die Nachzucht. Kühe und Bulle bleiben draußen, solange das Wetter es erlaubt – manchmal bis Anfang Dezember.

Für unsere Gäste
- Kräuter frisch und kostenlos: Im Gemüsegarten ernten Sie Ihre Küchenkräuter selbst.
- Obst vom Baum: Auf unseren Streuobstwiesen dürfen Sie sich überall bedienen.
- Mithelfen im Winter: Füttern und Futtertisch fegen – ein Erlebnis nicht nur für Kinder.
- Baden im eigenen See: Im Sommer ist das Wasser warm genug zum Schwimmen.
- Schlittenfahren: Bei Schnee liegen die Hänge direkt vor der Tür.
Früher und heute
Früher haben wir die Silage selbst eingebracht – mit 32 PS, unserem Unimog, und zwei Arbeitskräften: unserem Vater und dem Nachbarn. Der Hof hat in der letzten Generation noch zwei Familien ernährt, das Futter wurde in Hochsilos gelagert.
Heute übernehmen Lohnunternehmer diese Arbeit, denn wir sind auch außerhalb der Landwirtschaft berufstätig. Das Gras wird zu großen Quaderballen gepresst, in denen es zu Silage fermentiert.

Und dann ist da noch Findus. Der heimliche Chef des Hofes ist unser Kater. Er hat den Überblick, hält sich aber gern im Hintergrund.
Unsere Geschichte
Die Sieferts stammen vom Niederrhein – ihr Name leitet sich von Siegfried ab. Über den Neckar kamen sie in den Odenwald. Den Namen „Sieferts“ trägt unser Hof bis heute, auch wenn er längst über die Töchter weitergegeben wurde.
- 1410 Maurermeister Syfried baut auf der Burg Zwingenberg am Neckar das „Steinern Haus“, 1424 folgt die Ringmauer.
- um 1660 Hans Sifert ist kurfürstlich-pfälzischer Schlosskommandant auf Zwingenberg. Sein Sohn Ludwig Heinrich wird Hofbauer auf dem Hohberg – seine Nachkommen sind Bauern im ganzen Odenwald, auch in Mossau.
- 1757 Johann Georg Kredel ist der erste im Gutsnachweis genannte Besitzer. Der Schlussstein „17 JK 57“ des früheren Gesindehauses steht heute unter Denkmalschutz.
- 1836 Georg Jacob Siefert heiratet Elisabethe Kredel. Am Kellereingang unter dem Stall verewigt er sich im Keilstein: „G.J. Siefert 1838“.
- 1898 Johannes Weyrauch baut das heutige Wohnhaus. Seine Frau Elisabeth ist die letzte geborene Siefert auf dem Hof.
- 1953 Adolf und Wilma Weyrauch übernehmen den Hof von Vater Adam Jakob Weyrauch.
- 1965 Umstellung auf reine Grünlandwirtschaft mit Mutterkuhherde.
- Mitte 70er Mit den beiden Ferienhäusern beginnt „Ferien auf dem Bauernhof“.
- 1988 Ursula und Günter Bardohl übernehmen den Hof.
- 2002 Die Fassade des denkmalgeschützten Bauernhauses wird renoviert.
- heute Unser Neubau fügt sich in die alte Bausubstanz ein und erhält den Stil der geschlossenen fränkischen Hofreite.



Die ganze Geschichte nachlesen
Der Siefertshof – sein Name und seine Geschichte
Die Sieferts stammen vom Niederrhein, wie Siegfried, von dem sich ihr Name in seinen vielfältigen Abwandlungen und Schreibweisen ableitet. Vom Niederrhein und aus Westfalen wanderten einige Sieferts an den Neckar, wo sie schon im 16. Jahrhundert als Hubenbesitzer ansässig waren.
Die „Spurensuche“ führt uns auf die Burg Zwingenberg am Neckar, die im Jahre 1326 erstmals urkundlich erwähnt wird. Maurermeister Syfried und sein Schwiegervater, der Steinmetz Heinrich Isenmenger aus Wimpfen, erbauten im Jahre 1410 das „Steinern Haus“ und 1424 die Ringmauer des Schlosses für die Ritter von Hirschhorn. Um 1660 war Hans Sifert kurfürstlich pfälzischer Schlosskommandant auf Zwingenberg am Neckar. Ludwig Heinrich Sifert wurde am 14.07.1650 als Sohn des Hans Sifert auf Zwingenberg geboren. Er wurde Hofbauer auf dem Hohberg. Seine Nachkommen sind Bauern in Obersensbach, Airlenbach, Gammelsbach, Mossau, Reichelsheim im Odenwald, Hetzbach, Dielbach, Vielbrunn, Untersensbach und Finkenbach.
In einem „Beitrag zur Ortsgeschichte von Ober- und Unter-Mossau“ von Stadtarchivar Philipp Buxbaum aus Michelstadt aus dem Jahr 1952 lesen wir Folgendes:

Der heute noch existierende und unter Denkmalschutz stehende Schlussstein des ehemaligen Gesindehauses Hauptstraße 11, das inzwischen einer Straßenbegradigung zum Opfer gefallen ist, zeigt die Inschrift 17 JK 57 und verweist somit auf Johann Georg Kredel, der oben im Gutsnachweis als erster Besitzer genannt ist.


Das Foto weiter oben zeigt den ebenfalls im Gutsnachweis genannten Siefertsbauern Georg Jacob Siefert mit seiner Frau Elisabethe, geborene Kredel. Das Paar heiratete am 14. Januar 1836. Im Keilstein am Buntsandsteingewände des Kellereingangs unter dem Stall hat sich der Bauherr verewigt: G.J. Siefert 1838. Das Foto zeigt das Paar im „Sonntagsstaat“, in der Tracht der Zeit.
Das jetzige Wohnhaus wurde 1898 gebaut von Johannes Weyrauch, dessen Frau Elisabeth die letzte geborene Siefert auf dem Hof war.
Adolf Weyrauch und seine Ehefrau Wilma haben den Hof im Jahre 1953 von Vater Adam Jakob Weyrauch übernommen und ihn 1988 an Tochter Ursula und Schwiegersohn Günter Bardohl übergeben. Der Name „Sieferts“ ist uns jedoch über all die Jahre erhalten geblieben.
Das alte Bauernhaus steht heute unter Denkmalschutz. Die Fassade wurde zuletzt 2002 renoviert. Wo heute das neue Wohnhaus steht, sah es früher einmal so aus:


Bei unserem Neubau haben wir besonderen Wert darauf gelegt, ihn in die bestehende Bausubstanz zu integrieren und den Stil der geschlossenen fränkischen Hofreite zu erhalten.

Wir freuen uns auf Sie
Erleben Sie den Hof, die Herde und den Odenwald selbst – in einem unserer beiden Ferienhäuser.



